Julian Merten

Why You Feel Unproductive When You Try to Relax

(Für die deutsche Version, siehe unten)
Recently, a few clients reached out to me telling me they need to distance themselves from work.
They want to relax.
They want to calm down after work.
Their mind cannot stop.

But at the same time, they cannot let go of the pressure.
They cannot let go of the stress.

Because, as they say, that is what keeps them active.
That is what keeps them doing their job.
That is what gives them motivation.

So essentially they are saying:

“I want to relax.
But if I relax, I will become unproductive.
Unmotivated.
Maybe even lethargic.”

That is quite a knot in the head.

It is like one part of you says,

“Chill. You have been working way too hard for way too long.”

And another part says,

“If you relax, you will lose your edge.
You will not do anything.
You will fall behind.”

Of course that creates internal stress.
You are not aligned.

It can almost feel like a split inside.
One part says, do this.
The other part says, no, do that.


Parts Work

So how do you approach this?

One direction you can take is simple.
Check in with both parts.

Ask each one:
• What is your goal?
• What are you trying to do for me?
• Why are you here?

What is the relaxing part trying to tell you?
What is the doer part trying to protect or achieve?

If you dig deep enough, the doer might say:

“I want to achieve.
I want to move things forward.
I want to make something happen.”

And behind that you often find something deeper:
• Fulfillment
• Recognition
• Status
• Progress

Or simply the feeling of being effective

Then you ask the relaxing part.

That part might say:

“I am here to give you rest.
So you can run a marathon, not just a sprint.
I am here to give you sustainable energy.”

If you really listen, something interesting appears.

Both parts want the same overarching thing.
• Long term fulfillment
• Sustainable achievement
• A life that actually works

They are not enemies.
They are not truly contradictory.

They are trying to support you, just in different ways.

And that is usually the key insight.


The Shift

So what if both parts want the same thing?

Now the question changes.
• What would a relaxed doer look like?
• What would active relaxation feel like?
• How could you be grounded and light at the same time?
• Motivated and calm?
• Productive and at ease?

What would it look like to accomplish things in a relaxed manner?

These are the kinds of questions that create insight.

Because at its core, this is an internal conflict.
And regardless of where it started, it needs to be resolved here and now.


Uniting the parts

So how can you befriend these two parts?

How can you unite them so they pull in the same direction instead of draining energy by fighting each other?

Find the common goal.

Stop letting them battle for control.

And whenever you notice that tension again,
that difficulty between relaxation and achievement,
see it as a reminder.

There is something here to look at.
Something to integrate.
Something that, once united, can give you more energy than it ever drained.


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Deutsch

In letzter Zeit haben mir einige Klienten erzählt, dass sie mehr Abstand von der Arbeit brauchen
Sie wollen nach Feierabend wirklich abschalten können.
Runterfahren.
Durchatmen.

Und gleichzeitig können sie den Druck nicht loslassen.
Den Stress auch nicht.

Weil genau das sie antreibt.
Genau das sie produktiv macht.
Genau das ihnen das Gefühl gibt, in Bewegung zu sein.

Im Grunde sagen sie:

„Ich will mich entspannen.
Aber wenn ich entspanne, werde ich unproduktiv.
Dann verliere ich meine Motivation.
Vielleicht werde ich sogar träge.“

Das ist ein echter innerer Knoten.

Es ist, als würde ein Teil in dir sagen:

„Es reicht. Du arbeitest schon viel zu lange viel zu hart. Du brauchst Ruhe.“

Und ein anderer Teil sagt:

„Wenn du jetzt locker lässt, verlierst du deinen Antrieb.
Dann passiert nichts mehr.
Dann fällst du zurück.“

Kein Wunder, dass das inneren Stress erzeugt.
Du bist nicht in dir stimmig.

Es fühlt sich fast an wie zwei Kräfte, die in unterschiedliche Richtungen ziehen.
Ein Teil sagt: Mach weiter.
Der andere sagt: Hör auf.


Ein innerer Konflikt

Genau hier beginnt die Teilearbeit.

Statt dich für eine Seite zu entscheiden, kannst du beiden zuhören.

Frag beide Anteile:
• Was ist eigentlich dein Ziel?
• Wofür bist du da?
• Was versuchst du für mich zu sichern?

Der leistungsorientierte Anteil wird vielleicht sagen:

„Ich will etwas erreichen.
Ich will vorankommen.
Ich will, dass etwas aus deinem Leben wird.“

Und wenn du tiefer fragst, kommt oft etwas anderes zum Vorschein:
• Erfüllung
• Anerkennung
• Wirksamkeit
• Bedeutung

Dann hörst du dem anderen Anteil zu.
Dem, der nach Ruhe ruft.

Und der sagt vielleicht:

„Ich will, dass du langfristig durchhältst.
Dass du nicht ausbrennst.
Dass du genug Energie hast, um wirklich etwas aufzubauen.“

Wenn man genau hinschaut, wollen beide dasselbe.

Langfristigen Erfolg.
Nachhaltige Energie.
Ein erfülltes Leben.

Sie stehen nicht wirklich gegeneinander.

Sie verfolgen nur unterschiedliche Strategien.

Und genau das ist oft die entscheidende Erkenntnis.


Die Perspektive verändern

Was wäre also, wenn beide Anteile im Kern dasselbe Ziel haben?

Dann verschiebt sich die Frage.

Wie sieht ein entspannter Leistungsanteil aus?
Wie fühlt sich produktives Arbeiten mit innerer Ruhe an?

Kann man motiviert sein und gleichzeitig gelassen?
Klar fokussiert und trotzdem entspannt?
Aktiv, aber nicht angespannt?

Wie würde es aussehen, Dinge mit innerer Ruhe zu erreichen?

Diese Fragen öffnen einen neuen Raum.

Denn im Kern geht es hier nicht um Entspannung gegen Leistung.
Sondern um einen ungelösten inneren Konflikt.

Und egal, wo er entstanden ist, er muss im Jetzt integriert werden.


Die Energie zurückholen

Wie kannst du diese beiden Anteile so miteinander in Verbindung bringen, dass sie in dieselbe Richtung ziehen?

Wie kannst du aufhören, Energie zu verlieren, indem du innerlich gegen dich selbst arbeitest?

Finde das gemeinsame Ziel.

Lass sie nicht länger gegeneinander kämpfen.

Und jedes Mal, wenn du diese Spannung wieder spürst, wenn Entspannung sich gefährlich anfühlt oder Leistung sich zu schwer anfühlt.

Siehe es als Hinweis.

Da ist etwas, das integriert werden will.
Etwas, das dich nicht schwächen soll, sondern dir am Ende mehr Energie geben kann, als es dich jemals gekostet hat.


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